Land-News

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Montag, 2. Oktober 2017

Ist lange her, seit ich das letzte Mal hier war. Im Sommer gibt es viele Arbeiten, die draußen stattfinden.
Zusätzlich war ich mit meinem neuen Roman beschäftigt, der spätestens im November erscheinen wird.

Außerdem probiere ich gerade etwas neues aus - eine Hörprobe.
Für den neuen Roman wird es die natürlich auch geben, aber zunächst möchte ich Sie neugierig auf meinen bereits erschienenen Roman Discovery auf See machen.

Es würde mich sehr freuen, wenn das gelingt und Sie die Hauptfigur Ellen auf ihrer Zeitreise begleiten möchten.
Der Roman ist bei amazon und thalia erschienen und ist zusätzlich auf allen gängigen Plattformen erhältlich.

Lob oder Kritik zu dem Hörprobe- Experiment können Sie gerne über die Kommentarfunktion loswerden.



Viel Spaß beim Zuhören



https://youtu.be/3Fu2Uh1zHa0







Dienstag, 30. Mai 2017

Falken - frisch geschlüpft

Sechs Eier hatte das Falkenweibchen in unserem Blumenkasten abgelegt. Fünf Küken sind geschlüpft. Vielleicht kommt das sechste ja noch. Fünf Stück werden ihnen allerdings auch ordentlich Arbeit machen. Da muss so manche Maus gefangen werden.
Herzlich willkommen in der Welt, kleine Falken.



Sonntag, 30. April 2017

Die ersten Küken sind da

Neun wunderschöne Küken sind vor zwei Wochen geschlüpft. Davon sind zwei Perlhühner. Leider waren die Temperaturen bislang so niedrig, dass sie nicht nach draußen konnten. Aber heute  ist ein wunderschöner Tag, der Kükenauslauf liegt in der Sonne und ich habe ihnen die Klappe geöffnet. Eine Weile dauerte es schon, bis die ersten sich in das neue aufregende Stück Außenwelt wagten.
Doch die picken nun fröhlich herum, während die anderen noch in der Luke sitzen oder es vorziehen, erstmal abzuwarten, wie es den anderen ergeht und dann nachzukommen.





 

Donnerstag, 20. April 2017

Die Zecke (Ixodida) gehört zu den Spinnentieren (Arachnida) und in der Unterklasse zu den Milben (Acari). Sie ist ein Parasit und ernährt sich vom Blut ihrer Wirtstiere. Ihr Lebensraum ist da, wo ihre bevorzugten Wirte leben. Sie ist sehr widerstandsfähig und kommt daher beinahe überall vor.
Zecken sind winzig, wie ein schwarzes Pünktchen. Und auch im vollgesogenen Zustand würde man sie sicher nicht als Feind betrachten. Insofern könnte mir dieses Tier gänzlich schnuppe sein.
Wenn ..., ja wenn sie sich nicht ausgerechnet meine Hunde als Wirtstiere aussuchen würden.
Unser Großer ist mit einem wunderbaren langen Fell ausgestattet. Es hat die Farbe wie Herbstlaub
mit einer schwarze Maske. Schwarzes Pünktchen auf schwarzem Fell ist schwer auszumachen. Und daher sehe ich sie erst, wenn sie angebissen haben. Bevorzugt setzten sich sich an die Augenbrauen und Lefzen.
In diesem Jahr ist es besonders schlimm. Bereits im März scheint ein besonderer Zeckenfreund sie wie mit einem Füllhorn über das Land gestreut zu haben. Oder vielleicht war es auch ein Hundehasser. Keine Ahnung. Auf jeden Fall hat unser Hund täglich ungefähr 10 - 15 Zecken am Körper. Manche finde ich nicht. Die saugen sich voll, fallen ab und hin und wieder zertreten wir eine. Blutgematsche auf dem Fußboden.
Außerdem sind sie in diesem Jahr besonders aggressiv. An den Bissstellen bilden sich Wunden und Entzündungen. Vorallem wenn der Hund sie erreichen kann und sich kratzt.
Unser kleiner Hund ist nicht so stark betroffen. Sein Fell ist kurz und hellbraun. Auf ihm sieht man sie sofort krabbeln und ich kann sie absammeln, bevor sie angebissen haben.
Bislang konnte ich verhindern, den Hunden Gift auf die Haut zu träufeln. Schwarzkümmelöl hat die Zecken abgewehrt. Hilft leider in diesem Jahr nicht. Bei der Menge der Zecken ist mir das Risiko einer Ansteckung mit Borrelien oder Anaplasmose-Erregern zu hoch. Daher werde ich wohl nicht darum herumkommen, ein entsprechendes Mittel aufzutragen. In diesem Jahr steht der Nutzen vor dem Risiko, dass die Hunde das Mittel nicht gut vertragen.

Bei der Zecke links sieht man am Kopf besagtes schwarzes Pünktchen. Unfassbar, wie die ihren Umfang vermehren können. Und das ohne, dass die Haut ausleiert.
Das Pünktchen ist übrigens ein Männchen, das gerade das Weibchen begattet. Diese Vermehrung habe ich verhindert. Aber das ist noch nicht mal besagter Tropfen auf dem heißen Stein. Ich bin sicher, die Zecken werden eines Tages die Welt beherrschen.    

 

Mittwoch, 29. März 2017

Morgens früh im Wald ...



- ist es noch ruhig
- sehe ich die Sonne rot und golden oder pastellfarben hinter den Bäumen aufgehen
- verflüchtigt sich Morgennebel im Licht
- höre ich auch die leisen Vögel singen
- ist die Chance hoch, Wild beobachten zu können

Als erstes sah ich gestern morgen eine Gruppe von ca. zehn Damhirschen. Die Tiere standen auf einer kleinen Anhöhe einer Weide und grasten. Der Hirsch mit dem Schaufelgeweih hatte den Kopf erhoben und scannte die Umgebung. Wie ein Scherenschnitt sahen sie im Gegenlicht der aufgehenden Sonne aus.

Ich spazierte entspannt auf dem breiten Waldweg. Die Hunde schnüffelten herum. An einer Stelle gingen sie zwei/drei Meter vom Weg weg ins Unterholz - die Nasen in der Luft. Ein sicheres Zeichen für "Da ist was!" Da hörte ich auch schon Quiecken und Grunzen. Ich rief die Hunde sofort zu mir. Dem Kleinen waren diese Geräusche unheimlich. Er kam gleich. Der Große lief noch einen Bogen, war aber ebenfalls Sekunden später bei mir.
In der Böschung unterhalb knackten Äste, das Grunzen und Qiecken wurde lauter. Ich blieb mit den angeleinten Hunden, wo ich war. Etwa zehn Meter von uns entfernt brachen zwei stattliche Bachen aus dem Unterholz. Ihre mindestens fünfzehn Frischlinge wuselten aufgeregt um sie herum. Sie rannten über den Weg und an der gegenüberliegenden Seite wieder in den Wald.
Die Hunde schauten ihnen eher überrascht als aufgeregt hinterher.
Als die Schweine verschwunden waren, gingen wir weiter. Die Hunde behielt ich sicherheitshalber an der Leine. Was weise war.
Denn zehn Minuten später kamen wir um eine Biegung und liefen beinahe in eine weitere Rotte Wildschweine hinein, die am Wegrand in der Erde wühlten. Eine Bache mit ungefähr zehn Frischlingen. Zum Glück grunzte sie nur einmal laut und weg war sie mit ihren Jungen.
Wäre sie in den Angriffmodus übergegangen, hätte ich nur die Hunde loslassen und wegrennen können und hoffen, dass keiner zu Schaden kommt. Es war nicht das erste Mal, dass ich Wildschweinen begegnet bin. Und da es so viele gibt, wird es nicht das letzte Mal gewesen sein.

Und die Jäger sagen, sie finden keine Wildschweine zum Abschießen. Ich könnte ihnen einen guten Tipp geben.
Nicht auf dem Hochsitz hocken, sondern einfach morgens früh spazieren gehen.



Dienstag, 14. März 2017

Ein unerwartetes Happy End


Nachdem der Fuchs im letzten Jahr alle Perlhühner getötet hat (ich hatte davon berichtet), war es sehr still geworden im Auslauf. Ich vermisste ihr leises Singen und Quietschen. Außerdem fehlten die zuverlässigen "Melder" jeder erdenklichen oder auch vermeindlichen Gefahr - frei nach dem Motto: besser einmal zu viel gewarnt, als in Habichts Krallen zu enden.
Um diesen Wildhühnern lange Transportwege zu ersparen, kaufte ich bei einem Geflügelhändler aus der Umgebung sechs junge Perlhühner. Ich hatte einen separaten Stall eingerichtet, um sie einzugewöhnen.
Dass sie scheu sein würden, war mir klar. Aber auf dieses Häufchen Elend, das da aus dem Transportkorb purzelte, war ich nicht vorbereitet. Die sechs bewegten sich nur gemeinsam und nur wie zu einem Knäuel zusammengeknüllt. Ein Bild des Jammers!
Sobald ich den Stall betrat, flatterten sie auf und stürzten sich in die große Kiste, die ich ihnen als Schutzraum hingestellt hatte. Manchmal flatterten sie wie irre umher und rannten mit den Köpfen gegen die Stallwand.
Ich setzte mich mit einem Buch ganz still in eine Ecke, las und beachtete sie gar nicht, um ihnen zu zeigen, dass von mir keine Gefahr ausging. Ich streute Futter, ich sprach beruhigend. Doch die Panik verließ sie auch die nächsten vier Wochen nicht.
In diesem Zustand konnte ich sie unmöglich nach draußen lassen. Sie wären sofort weg gewesen oder zumindest nicht mehr freiwillig in den Stall zurückgekehrt. Dauerhafter Stallaufenthalt war keine Option. Die finale Lösung? Nein, so  schnell wollte ich sie nicht aufgeben und siedelte sie um in den Kükenbereich. Der ist im Hühnerstall untergebracht und hat einen extra Zugang nach draußen in einen engmaschig abgesicherten Auslauf. Die ersten Tage waren schlimm. Die Perlchen hatten Panik vor den Hühnern, so dass ich einen Teil des Gitters mit einem Tuch verhängte. Nach einer Woche konnte ich ihn wegnehmen. Nach einer weiteren Woche wollte ich es wagen und öffnete ihnen die Klappe nach draußen. Mein Herz klopfte ganz ordentlich und ich wappnete mich innerlich, dass die ersten sofort panisch über den Zaun flattern würden. Zu meiner Überraschung liefen sie sofort ganz munter nach draußen.
Von da an ging es stetig aufwärts mit ihnen. Sie wirkten geradezu fröhlich in ihrem kleinen Auslauf. Meldeten sie zunächst noch jeden auffliegenden Vogel (und wer schon mal den Warnruf von Perlhühnern gehört hat, weiß, dass es recht laut war in den ersten Tagen), wurden sie täglich sicherer und ruhiger. Weitere zwei Wochen später durften sie mit den anderen Hühnern in den großen Auslauf. Was ich mir nicht hatte vorstellen können, passierte. Sie wussten sofort, wo es rein und raus ging (im Gegensatz zu den Hühnerküken. Die brauchen mindestens eine Woche, bis sie den Haupteingang finden und nicht mehr piepsend vor dem Nebeneingang hocken). Sie blieben problemlos hinter dem Zaun. Von Panik keine Spur mehr.
Sie sind nach wie vor scheu - wie Perlchen eben so sind. Aber wenn es Futter gibt, kommen sie angelaufen. Einzelne lassen sich sogar hin und wieder anfassen, wenn ich ganz vorsichtig bin.
Nach wie vor sind sie in Gemeinschaft unterwegs. Fehlt eins, wird laut gerufen und gesucht, bis alle wieder beieinander sind. Offenbar können sie zählen.😊
Mit ihrer besonderen Art bereichern sie die Hühnertruppe. Auch wenn Schönheit Ansichtssache ist - mir gefallen sie. Neben Hühnerküken werde ich in diesem Jahr auf jeden Fall ein paar Perlchen nachziehen.










Donnerstag, 9. März 2017


Wir halten Pilgrimgänse. Das ist eine alte, vom Aussterben bedrohte Landrasse. Das Besondere an diesen Gänsen ist die Kennfarbigkeit. Das heißt, man kann an den Küken bereits das Geschlecht erkennen - die Ganter sind weiß und die Gänse grau gefärbt.
Diese Rasse hat noch einen gut ausgeprägten Bruttrieb und zieht die Gössel zuverlässig groß (was leider nicht mehr bei allen Gänserassen der Fall ist).



                               Dottla, Wilma und Merle, März 2017


Vorgestern lag das erste Gänseei im Stall.


                                              hinten Gänseei, vorne Hühnerei

Da wir keinen Ganter haben sind die Eier unbefruchtet. Brutverhalten zeigen die Gänse trotzdem. Sie scharren eine Mulde, legen Zweige und Gräser hinein und polstern alles mit Stroh und eigenen ausgezupften Daunenfedern aus dem Brustgefieder. Allerdings sammel ich die Eier ab und räume das Nest weg. Brüten ist anstrengend und da der Erfolg von Vorneherei n ausgeschlossen ist, sollen sie sich gar nicht erst setzen.
Ansich wollte ich in diesem Jahr einige Eier (man kann befruchtete Eier kaufen) von ihnen bebrüten lassen. Gössel sind die entzückendsten Küken, die man sich vorstellen kann.



                                 Dottla, Wilma und Merle, Mai 2015


Doch bei der Aussicht auf eine erneute Stallpflicht im nächsten Winter habe ich mich dagegen entschieden. Das ist mehr als schade.  Aber da muss ich vernünftig sein. Der Platz ist einfach sehr begrenzt.
Allerdings werde ich im Spätsommer einen jungen Ganter von diesem Jahr dazukaufen. Die Gruppe ist einfach vollständiger. Außerdem passt der Ganter gut auf. Und im nächsten Jahr sehen wir weiter.