Land-News

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Samstag, 27. Juni 2015

Vor ein paar Tagen bekamen wir einen großen Schrecken.
Das Falkenweibchen kam nicht zum Nest zurück. Das Männchen (in der Fachsprache Terzel) saß auf dem Pflaumenbaum und rief und rief. Aber seine Rufe verhallten. Als es dunkel wurde, war das Weibchen immer noch nicht zurück und wir nahmen das Schlimmste an. Womöglich war es von Krähen attakiert und getötet worden oder auf andere Art umgekommen. In der Nacht war es sehr kalt. Die Jungen saßen zusammengekauert. Der Terzel wachte in unmittelbarer Nähe auf einem Dachbalken. Wir fragten uns, ob er die Jungen weiter versorgen würde? Und wenn ja, war uns klar, dass er es niemals alleine schafft, sechs Küken durchzufüttern.
Wir telefonierten herum. Ein Falkner erklärte uns, wenn wir die Jungen herausnähmen, hätten wir sie sozusagen "am Hacken" und müssten sie komplett versorgen. Wir sollten beobachten, ob der Terzel sich auch alleine um die Jungen kümmert und könnten dann beifüttern. Wir besorgten im Reptilienhandel Gefrorenes. Zu unserer Erleichterung versorgte der Terzel die Küken am nächsten Tag. Und als er auf Jagd war, legten wir ihnen eine -  natürlich aufgetaute - Maus hin. Nach kurzer Zeit war sie restlos verspeist. Das nahm uns die Sorge, die Küken womöglich nicht durchzubekommen.
Am späten Nachmittag, ich hockte gerade im Beet und jätete, hörte ich einen zweiten Falkenruf. Kurz darauf segelte das Weibchen über meinen Kopf und landete in der Tanne. Der Terzel kam dazu und es gab eine von lauten Rufen begleitete Begrüßung.
Was dem Weibchen passiert ist, werden wir nicht erfahren.  Wichtig ist nur, dass die Familie wieder vereint ist.


 

Dienstag, 23. Juni 2015

In diesem Jahr ist es mir gelungen, bei den Hühnern zwei neue Farbvarianten zu züchten.
Zugegeben - es ist unbeabsichtigt passiert und daher nur durch Versuch und nicht gezielt wiederholbar.
In den beiden Kükengruppen gibt es jeweils zwei beinahe identische Farben, die so bei unseren Hühnern noch nicht vorgekommen sind.
Ich denke, der silber-schwarz-gesäumte Wyandotten-Hahn hat einen großen Anteil daran. Eine weiße Henne könnte die anderen Gene beigesteuert haben.
Falls jemand sich in Genetik auskennt, wäre ich dankbar für einen Hinweis.
Mir gefallen die zufällig entstandenen Farben sehr gut. Besonders die grau gesprenkelten. 


                                Küken, drei Monate alt





                                  Küken - sieben Wochen alt

Samstag, 20. Juni 2015

Die jungen Falken bilden immer noch ein Knäuel. So bleiben sie schön kuschelig warm, wenn die Mutter das Nest verlässt. Und so passen sie auch immer noch alle zusammen unter die Mutter. Da die Temperaturen wieder stark gefallen sind, ist das auch nötig.
Dennoch lassen sich die Jungtiere jetzt schon besser auseinanderhalten und tatsächlich sind es sechs Küken. Eines hatte sich gut unter seinen Geschwistern versteckt, als ich das erste Mal eine Blick auf sie werfen konnte.
Mehrmals täglich kann ich die Futterübergabe beobachten. Das Falkenmännchen fliegt auf eine Tanne, unweit des Hauses. Das Weibchen flattert zu ihm, übernimmt die Beute - meistens eine Maus - und bringt sie den Jungen. Bald wird sie mit auf Futtersuche gehen. Dann habe ich öfter die Gelegenheit, die Küken zu fotografieren.



  
 

Samstag, 13. Juni 2015

Die Falken sind geschlüpft

Das gehört zu den Dingen, die ich am Landleben so liebe. Die Wildtiere kommen bis ans Haus und lassen uns ein Stück weit an ihrem Leben teilhaben.
Bereits zum dritten Mal brütet ein Pärchen Turmfalken in einem ausgedienten Blumenkasten am Haus.
Nach den vier Wochen Brutzeit hatte ich den Schlupf der Küken in den letzten Tagen schon mit Spannung erwartet. Heute flog das Weibchen zum ersten Mal vom Nest. Ich nutzte die Gelegenheit für das erste Foto.
So wie es aussieht, sind es fünf Stück. Eventuell auch nur vier. Das lässt sich nicht so genau sagen, weil die Küken sehr eng liegen. Außerdem musste ich mich beeilen, weil die Alttiere jederzeit zurückkommen konnten. Nicht geladene Gäste werden ungerne am Nest gesehen.
Das ist schon ein recht großes Gelege. Eine Menge Arbeit für die Elterntiere. Obwohl die Turmfalken hauptsächlich Mäuse als Futtertiere erbeuten, verschmähen sie auch kleine Vögel nicht. Die Spatzen-Kolonie, die hier ihr Auskommen gefunden hat, wird in den nächsten Wochen sehr vorsichtig sein müssen.


Fortsetzung folgt...




 

Mittwoch, 3. Juni 2015

Die Gänse wachsen unglaublich schnell. Der Flaum weicht allmählich grauen und weißen Federn. Ich habe sie soweit abgenabelt, dass sie alleine in ihrem abgeteilten Auslauf bleiben. Wasser wird mehr und mehr begeistert angenommen.
Der Flaum der Gössel, die eine "echte" Gänsemutter haben, wird beim Hudern automatisch mit gefettet, so dass ihren Eltern sofort ins Wasser folgen können.
Das kann ich ihnen natürlich nicht bieten. Daher durften die Kleinen zunächst nur in einer Schale baden. Instinktiv beginnen sie gleich mit der Gefiederpflege, wenn sie mit Wasser in Berührung kommen.
Inzwischen führe ich sie auch zum Teich und sie schwimmen mit Begeisterung. Auf mein Rufen folgen sie mir und ich zeige ihnen den kompletten Geflügelauslauf. Die Hühner finden sie äußerst interessant. Und auch unser Hund wird neugierig beäugt.
Bald werden sie selbstständig sein. Aber sie werden immer zahm bleiben.